Volvo
Bei der Marke Volvo muss man zwischen zwei Firmen unterscheiden. Zum einem gibt es die Volvo Car Corporation, die seit 1999 zum Ford-Konzern gehört und PKW herstellt, zum anderen existiert die an der Börse notierte Volvo Group (AB Volvo), die Nutzfahrzeuge herstellt. Der Name Volvo wird von Volvo Trade Mark Holding verwaltet, damit das Image der Marke nicht aufgrund der verschiedenen Ausprägungen bei den Herstellern leiden muss. Mit dem Verkauf der Volvo Car Corporation an Ford wurde dieses Konstrukt gebildet und vereint damit die beiden Hersteller zumindest auf der Marketingebene. Die Verwaltung der Firma obliegt je zur Hälfte den beiden Konzernen.
Die Volvo Group hat ihren Sitz in Göteborg, Schweden. Der wichtigste Geschäftszweig entfällt dabei auf die Lastkraftwagen. Des Weiteren werden Baumaschinen und Omnibusse hergestellt.
Die Herstellung von LKWs reicht bis ins Jahr 1928 zurück. Mit Volvo Trucks ist die Marke heute einer der größten Hersteller von schweren Lastwagen. Volvo Busses gehört zu den größten Herstellern von Bussen.
Die Volvo Car Corporation hat ihren Sitz ebenfalls in Göteborg, Schweden, trotz der Zugehörigkeit zum Ford-Konzern. Die PKW aus Schweden sind besonders für ihre Sicherheit bekannt. Das Unternehmen wurde von Assar Gabrielsson und von Gustaf Larson gegründet. Die beiden entwickelten die Automobilproduktion gemeinsam und konnten diese dann unter dem Schirm der SKF AB umsetzen. Volvo war zu diesem Zeitpunkt als Firma bereits eingetragen, unter einer Tochtergesellschaft von SKF AB. Die Produktion lief an, bis zum Jahr 1958 konnte zehn Serien hergestellt werden - allerdings mit einem nur sehr mäßigen Erfolg. Erst mit der zwölften Serie kam der Durchbruch auf der internationalen Ebene.
Ab diesem Zeitpunkt konnte Volvo internationale Erfolge feiern, wobei der Schwerpunkt auf dem amerikanischen Markt lag. Insbesondere in Punkto Sicherheit waren die Fahrzeuge ihrer Zeit serienmäßig ihrer Zeit voraus. Bis 1973 war Volvo ein Fahrzeughersteller. Danach ging man auch Beteiligungen in anderen Wirtschaftszweigen ein, um das Risiko zu streuen. Ab 1994 wurde diese Strategie aufgegeben und die branchenfremden Beteiligungen wurden abgestoßen. Das Unternehmen konzentriert sich seitdem wieder auf die vorhandene Kernkompetenz in Sachen Fahrzeuge.