Bugatti
Die Marke Bugatti gilt bis heute auf der ganzen Welt als Legende und ist wohl als exklusivste französische Automarke anzusehen. Die Original-Wagen gehören zu den begehrtesten Autos weltweit und erzielte Preise von bis zu 10 Millionen Euro sind keine Seltenheit.
Ettore Bugatti wurde am 15. September 1881 in Mailand geboren. Er stammte aus einer bekannten Künstlerfamilie, die Tierbildhauer, Maler und Architekten hervorbrachte. 1909 gründete der Norditaliener Ettore Bugatti in Molsheim im Elsass seine Automobilfabrik. Dem Ruf, beste Sportwagen ihrer Zeit zu sein, wurde mit dem Sieg des ersten Grand Prix in Monaco Rechnung getragen. Ein weiterer Höhepunkt waren die Doppelsiege 1937 und 1939 im 24-Stunden-Rennen von LeMans.
Bugatti brachte nur wenige Modelle hervor wie den „Typ35-„ und den „Typ55“-Rennwagen“ sowie die als „Royale Typ 41“ im Jahr 1926 von Sohn Jean Bugatti konstruierte Limousine. Diese sollte aufgrund des stärksten und laufruhigsten Motors seiner Zeit Modelle von Rollce Royce, Mercedes, Maybach und den Cadillac deklassieren. Der hohe Preis sowie die 1929 einsetzende Weltwirtschaftskrise verhinderten jedoch den kommerziellen Erfolg und es wurden nur 6 Fahrzeuge dieses Typs gebaut.
Die Rettung des fast vor dem Ruin stehenden Unternehmens brachte der Auftrag für den Entwurf und Bau eines Schienenfahrzeugs. Der „T 57“, der wirtschaftlich erfolgreichste und am meisten produzierte Wagen bei Bugatti und der Zweite Weltkrieg konnten jedoch den endgültigen Ruin der Fabrik in Molsheim nicht abwenden. Hinzu kam der frühe Tod des Sohnes, der bei der Testfahrt eines 57C-Rennwagens im Alter von 30 Jahren ums Leben kam.
Den Aufbruch in eine neue Ära sollte der nach dem Krieg vorgestellte „Typ 101“ darstellen. Die extravagante Karosserie auf Basis des Chassis des „T 57“ brachte nicht die erhoffte Resonanz der Kundschaft. Nach dem Tod von Ettore Bugatti am 21. August 1947 übernahm Sohn Roland Bugatti die Geschäftsführung, konnte jedoch das Unternehmen nicht mehr auf Erfolgskurs bringen. Bis 1963 wurden noch Umbauten und Reparaturen alter Bugattis durchgeführt und schließlich mit dem Traditionsunternehmen „Hispano-Suiza“ fusioniert. Zu einem späteren Zeitpunkt ging alles in den Konzern „Messier-Bugatti“ über.
Nachdem der legendäre Name „Bugatti“ an den italienischen Unternehmer Romano Artioli verkauf wurde, gründete dieser die „Bugatti Automobile SpA“ und brachte 1989 den Supersportwagen „Bugatti EB 110 GT“ heraus, der bis heute als fahrsicherster je gebauter Sportwagen bezeichnet wird. Im Jahr 1998 wurden alle Rechte zur Herstellung unter dem Namen „Bugatti“ an die Volkswagen AG verkauft die sodann die Firma „Italdesign“ mit der Konzeption des 18-Zylinders „Bugatti EB 118“ beauftragte, welches auf der „Mondial de l-Automobile“ in Paris vorgestellt wurde. Es folgten 1999 das „Bugatti EB 218“-Konzept sowie der „Bugatti 18.3 Chiron“.
Die von Volkswagen im Jahr 2000 gegründete „Bugatti Automobiles S.A.S.“ führte auf Autosalons in Paris, Detroit und Genf den 1001 PS starken 16-Zylinder Wagen „EB 16/4 Veyron-Konzept“ ein. Der Wagen wurde dann Ende 2001 offiziell „Bugatti Veyron 16.4“ genannt und sollte 2003 in Produktion gehen. Technische wie auch finanzielle Schwierigkeiten verzögerten den Produktionsstart bis September 2005. Es wird eine Gesamtproduktion von 300 Einheiten vorgesehen.